Freitag, 30. September 2016

meine Familie

im Herbst geht es uns als Familie oft so, dass wir uns neu um den Tisch versammeln.:)

In den letzten Jahren haben wir gerne dazu Feste gefeiert und einfach so Leute zu einem 3 Gänge Menue geladen. herrlich. In diesem Jahre müssen wir neu denken, denn Henrik wird einige Tage wieder mal im Krankenhaus sein.
Mich hat dennoch der Bericht von Lena motiviert
https://jesusnatuerlich.wordpress.com/2016/09/28/wie-wir-mit-der-familie-erntedankfest-feiern/

mal sehn, was bei uns Wirklichkeit wird..

"Ich war es nicht!"

mir erzählen viele Menschen Dinge, die ich gar nicht hören will. Das liegt hauptsächlich an mir. Ich bin ein offener Zuhörer und BÄM höre ich Dinge, die sich nicht gut verdauen lassen in einem Steffi-Gefühlsbauch. Ich bin da sehr große Lernende schneller " Stop!" zusagen, oder "Ist das wirklich nützlich, wenn ich das jetzt weiß?". Worum es in diesen Gesprächen geht? Wer mit wem Streit hat und wieso, wer sein Kind falsch erzieht und wieso und wer sich verschuldet und wieso. Wer schlecht kocht und wieso, wer die Tür offen gelassen hat und wieso, wer sein Handy zu viel/ zu wenig nutzt und wieso.Und besonders: wer sich übersehen/ verletzt/ missachtet/ übervorteilt fühlt und wieso.

Das allein ist schon Übungsfeld genug...
Was mich aber noch viel sehr mehr aufwühlt ist jedoch, wenn ich mich unterhalte und in einem Versuch einer Klärung ein " Ich war das nicht!!" kommt.
Seid Jahren (!) übe ich mit den Kindern der Friedenskirche diesen Satz zu vermeiden... Warum?
Weil es nach einem Dilemma eine schwierige Angelegenheit nicht löst und alle sich zurückziehen. In diesem Rückzug förmlich genießen, wie jemand anderes SCHULD ist. Gerade bei Erwachsenen erschüttert mich das.

Ich habe gelesen, dass es kindlich ist Schuld zu klären. In der Phase der Kindheit ist diese Reaktion natürlich und wer sich oft falsch behandelt gefühlt hat, wird umso schneller rufen " Ich war es nicht!". Bis ins hohe Alter. " ich war es nicht, der die Beziehung zu den Kindern so kühl hat werden lassen..." "Ich wollte diesen Kurs der Kirche nicht mitgehen...aber", "Ich habe den Druckauftrag nicht gegeben, der 1000 falsche Kopien ausgelöst hat!"

Aus der Bibel kenne ich eher die selbstkritische Frage: " Herr, bin ich´s?"... Bin ich es, die  Tür offen gelassen hat? Jemanden ausgeschlossen hat? Neidisch ist, auf die tolle Einrichtung/ Reiseziele/ Kinder?
Erwachsen werde ich, wenn ich aushalte mein Verhalten und mein Fehlverhalten anzusehen. Mich zu entschuldigen, Folgen wahrzunehmen.
Viele Eltern geben da auf: es wird es bisschen geschimpft, aber die Folgen eines Fausthiebs oder eines zerstörten Spielzeugs für den Geschädigten anzusehen ist bitternötig, um zu reifen.

"Ich war es nicht!" fragt immer nach Schuld bei Anderen. Meine Schuldfrage ist geklärt. ich bin durch meine Freundschaft zu Jesus eine Entlastete. Mein ExChef hat immer gesagt:"Ich will nicht wissen, wer es war, sondern was wir daraus nun machen können!". Bei ihm war eine erwachsene und entspannte Abeitsatmosphäre möglich.

Daran will ich denken, wenn ich eine Überweisung vergessen habe, jemanden verletzt habe- der Reflex den Schuldigen zu suchen ist kindisch und vergiftet Atmosphäre...





Mittwoch, 21. September 2016

Tagebucheintrag

weil ich gefragt worden bin, was ich so tue...an einem ganz normalen Tag. Voila...


ich stehe um 6.10h auf und sehe mich kurz im Spiegel an. ja wirklich jeden Tag. Dabei versuche ich Gottes Begeisterung für mich zu verstehen. Schnell Waschen, Basisschminken. ich bin dabei super schnell und wecke parallel die Mädels um 6:17 Uhr. Tarik stelle ich einen Wecker. Er muss alleine aufstehen.
Kurz föhnen.
Hund suchen und rausschicken, Brote richten und eine vergessene Entschuldigung schreiben, sowie Liebesgrüße an den Bub.
um 6:40Uhr sitze ich im Auto und stelle mich an auf der Autobahn auf dem Weg zur Arbeit. Dabei plane und bete ich.
Im Büro versuche ich meine Gedanken bei dem neuen Newsletter für Jugendarbeit und Büroallerlei zu fesseln. nicht leicht für Menschen, wie mich. Heute mache ich länger, das heißt ich bin um 14.20 Uhr fertig...sonst so um 13.30 Uhr.
Zuhause um 14.50 Uhr kuschle ich Hund und Sohn und lege mich hin (mein Kopf!). Als ich nach 25 Minuten wach bin, habe ich so großen Hunger, dass ich uns einsamen Herzen ein Eis besorge ( gibt es selten bei uns). Um 16:00Uhr und 16:30 Uhr kommen auch die Mädels und während ich am Pc sitze und ein Buch schriebe, erzählen sie von ihrem Tag. Flow ist also was anderes und doch sind mir diese Momente so sehr wichtig.
Um 17:00Uhr bekomme ich einen spontanen Besuch, da unsere Orga für einen Gottesdienst schräg gelaufen ist, denken, entschuldigen, denken und um 18:20Uhr bin ich dann platt..mit so einem dauerdröhnenden Kopf bin ich wirklich langsam. Einfach platt. Es reicht gerade noch für Hähnchen und Backofen Gemüse. Ich setze mich hin und höre zu, esse, wärme dabei meinen Nacken.
Abends raffe ich mich noch auf zu bügeln und gehe um 21:30 Uhr ins Bett, um fies zu träumen und mega Kopfweh zu bekommen. Ändert sich grad das Wetter? ja.. okay...
Viele Dinge bleiben liegen: wie mein Roman, Sportübungen oder das Saugen der Hundehaare.

Henrik? Der ist grade weg. mein Tag ist sonst mit kleinen Genuss Momenten gefüllt, wo wir uns kurz sehen....

Freitag, 16. September 2016

Zweifelwelle

grad rollt sie wieder über mich rüber

eine Zweifelwelle

ich weiß, wie wichtig es ist, dass Kinder sich an uns reiben, aber
wieso
trifft mich die Übellaunigkeit und Alltagswut immer wieder so sehr?

ich weiß, dass meine Begabungen deutlich in anderen Bereichen liegen, als Ordnung, aber
wieso
bin ich so am Limit, wenn ich in mein Wäschezimmer, das staubige Bad und die klebrige Küche sehe?

ich weiß, ich schaffe viel bei 30 Stunden Job, aber
wieso
bin ich so wenig spontan und zu erschöpft, um Gäste zu haben?

ich weiß, ich werde das Buchprojekt bewältigen, aber
wieso
bin ich so verunsichert, dass IRGENDJEMAND das lesen will?

Puh

Ich bin müde und zerknirscht, finde keine rechten Worte für Teens, mein Buch..

Ich bin kein Skalve meiner Ängst und Zweifel sein!

https://www.youtube.com/watch?v=5DckIHBF964
oder
https://www.youtube.com/watch?v=f8TkUMJtK5k

Lass mich in der Zweifelwelle von Gott halten, greife seinen Rettungsring

schwarze Füße

sich spüren und den Sommer verabschieden

mit unserer ElternKindgruppe haben wir gestern den perfekten Abschied vom Sommer gefeiert. Wir waren zu Gast bei www.diefarm-ingelheim.de .
Es war für mich als Mummy und Pädagogin ein Genuss zu sehen wie die Kinder nach einigen Momente Orientierung ins versunkene Spiel im Wald oder beim Rennen und Toben sich selbst gespürt haben.
Besser, als jede Therapie.
Einfach Augen auf, Herz auf und spielen.
Hinfallen, ein Seil umfassen, warten, teilen, ein Tier berühren.
Die Eltern wurden immer entspannter und entspannter und am Ende haben wir alle geseufzt, dass es so einen wundervollen Ort gibt und wir zur Ruhe kommen können.




Eine Frau merkte an, dass in auch ihrem Garten wilde Ecken und Feuerschale seien- aber viele haben nur einen Mini Balkon.
Je unruhiger die Kinder in unseren zähen und langen Nachmittagen werden, desto dringende müssen sie raus. Sich fühlen dürfen. Raus meint da nicht den nächsten c&A, sondern durch eine Wiese streifen, ein Gebüsch erkunden oder Steine Sammeln. Für mich waren diese Runden um das Feuchtbiotop meine Rettung. Ich wurde mit den Kindern ruhiger und konnte die Spirale aus Meckern und Schimpfen durchbrechen.
Sogar mit drei Mini Kids im Regen wurde bei uns die Stimmung besser- und sei es zuhause in der wärmenden Badewanne.

Nicht jedes Kind darf raus.
Ja- manche wollen nicht... wirklich?
Warum nicht den Herbst entdecken mit einem draußen Abendbrot auf dem Spielplatz.
Warum nicht nach den Hausaufgaben eine Runde Blumen pflügen oder Kastanien sammeln?
Warum nicht mit ner Freundin im Wald treffen- warum eigentlich nicht?






Eine Mummy erzählte mir gestern, dass ihr Sohn manchmal durchdreht. Zu viel Kraft hat. Ihr Mann schnappt ihn sich und sie zündeln an der Feuerschale herum...Ein paar Momente sitzen, beobachten, sich selbst atmen hören. Gott hat sich diese Pausen gut ausgedacht- nutzen müssen wir sie!

Ich will mir selbst diese Momente gönnen. Damit ich Kraft habe, meine Kinder zu begleiten. Und die brauche ich- wie jede Mummy.

Donnerstag, 28. Juli 2016

eine Ferien Woche -10 Dinge

1. meine Müdigkeit scheint nie mehr zu gehen und es macht mich traurig. Ich denke an Verona und die Oper. Sie wird sicher bis 23.30 Uhr gehen. Was denke ich: hoffentlich bin ich nicht zu müde.
Krass!
2. meine Kinder sind groß- ich verabschiede mich fast täglich von Ritualen, die nicht mehr passen und bin so froh, dass wir Familie so bewusst gelebt haben. Ein bisschen trauere ich- besonders um die Familien, die jammern und stöhnen und nicht die Feste feiern, wie sie fallen. Die so viel arbeiten, dass ihnen nur 2-3 Stunden mit dem Kind bleiben-so schade. Oder immer genervt sind- so schade!
3. Ich liebe den Glauben meiner Großmutter. Sie weiß nicht mehr, welcher Tag ist _ aber dass Jesus ihr Freund ist und sie in den Himmel liebt. Das macht mich so fröhlich...
4. Ich liebe Legobauende Kinder und vermisse das Geräusch, wenn 20 Kids aus dem Ferienprogramm in volle Legokisten suchen.
5. ich mag immer weniger Autofahren. Keine gute Idee für die nächsten Ferienwochen
6. Ich bin emotional bewegt von einem Mann, der keinen Grund hat zu lachen: Nick Vuijcic ( www.lebenohnelimits.de) Was für ein Humor! Was für ein Abend gestern in der Arena in Oberhausen. Was für eine Ermutigung.
7. Ich will lesen und kann nicht, weil mein Kopf noch nicht so weit ist. In den letzten Wochen haben wir so viel gearbeitet- bei leerem Akku, dass ich hoffe, wir haben uns keine Schäden beim Akku eingefangen.
8. ich liebe Mint und das neue schöne Deckchen meiner Freundin und die tolle Lampe von meinem Mann
9. Große Gärten sind echt der Riesen Pluspunkt an Norddeutschland,. Ostfriesland hat uns ein Sommergefühl geschenkt. Mit alten Begleitern zwischen Buschröschen und Hortensien sitzen. Herrlich
10: ich möchte darum ringen und bitten, dass ich innerlich flexibel und offen bleibe. Menschen, die sich auf sich begrenzen und nach starren Regeln leben erschrecken mich.

Mittwoch, 13. Juli 2016

land unter

ich liebe mein Leben und will es so- aber manchmal zieht mich eine Phase an Herausforderungen, murrenden Kollegen oder Mitarbeitenden in einen erschöpften Strudel abwärts.
Nicht sehr erbaulich- nicht wahr?
zu ehrlich?
das stimmt- das ist meine Schwäche- ich filter zu wenig. Was in mich hineingeht oder rausgeht.

Vor einigen Tagen saß ich beim Arzt und habe erst versucht plausibel zu erklären, warum ich auf Grund meines sehr hohen Schmerzlevels meine Schmerzmittel wieder nehmen möchte- bitte.
Er sah mich an....lange... und meinte dann: "Ihre Packung war auch ne Nummer zu dick: seid einem Jahr ein kranker Mann mit ungeklärtem Verlauf, Verantwortung für Teens, Schmerzen und dann noch ein Todesfall in der Familie."
Ich klappte den Mund auf und zu und wehrte mich... "Aber--- ich bin ja nicht richtig krank, nur so..."
Ein Blick...lange..."Frau Diekmann, sie sind chronisch krank und das löst depressive Phasen aus. Ganz normal: wie Zahnweh oder Rückenschmerzen...Und dabei gehen sie noch arbeiten..."
Nicht sehr erbaulich?
Zu ehrlich?


Ja...in diesem Blog wird es immer wieder auf Einblicke in ungeschönte Momente geben. keine Fotos von neuen Dekoecken in meinem Haus, sondern undekoriertes aus dem Herzen. Wo ich mich vergessen und unnütz fühle. Falsch und beschäftigt mit einem Schmerz, der nur langsam behandelt werden kann. Wo ich mir selbst nicht wohlgesonnen bin udn nicht fühlen kann, was mir gut tut.

Ich schreibe meiner Freundin:"Hier ist landunter!" und sie antwortet: " Viel Ufer Dir!"

Was für ein guter Wunsch. Ich weiß fest: es gibt ein Ufer, ein Ziel- ich komme an. Mit allem Ringen und Kämpfen. Erlebe Genuss und Schmerz fast gleichzeitig und weiß mich in diesem Taumel gehalten. Was für ein Vorrecht...