Donnerstag, 28. Juli 2016

eine Ferien Woche -10 Dinge

1. meine Müdigkeit scheint nie mehr zu gehen und es macht mich traurig. Ich denke an Verona und die Oper. Sie wird sicher bis 23.30 Uhr gehen. Was denke ich: hoffentlich bin ich nicht zu müde.
Krass!
2. meine Kinder sind groß- ich verabschiede mich fast täglich von Ritualen, die nicht mehr passen und bin so froh, dass wir Familie so bewusst gelebt haben. Ein bisschen trauere ich- besonders um die Familien, die jammern und stöhnen und nicht die Feste feiern, wie sie fallen. Die so viel arbeiten, dass ihnen nur 2-3 Stunden mit dem Kind bleiben-so schade. Oder immer genervt sind- so schade!
3. Ich liebe den Glauben meiner Großmutter. Sie weiß nicht mehr, welcher Tag ist _ aber dass Jesus ihr Freund ist und sie in den Himmel liebt. Das macht mich so fröhlich...
4. Ich liebe Legobauende Kinder und vermisse das Geräusch, wenn 20 Kids aus dem Ferienprogramm in volle Legokisten suchen.
5. ich mag immer weniger Autofahren. Keine gute Idee für die nächsten Ferienwochen
6. Ich bin emotional bewegt von einem Mann, der keinen Grund hat zu lachen: Nick Vuijcic ( www.lebenohnelimits.de) Was für ein Humor! Was für ein Abend gestern in der Arena in Oberhausen. Was für eine Ermutigung.
7. Ich will lesen und kann nicht, weil mein Kopf noch nicht so weit ist. In den letzten Wochen haben wir so viel gearbeitet- bei leerem Akku, dass ich hoffe, wir haben uns keine Schäden beim Akku eingefangen.
8. ich liebe Mint und das neue schöne Deckchen meiner Freundin und die tolle Lampe von meinem Mann
9. Große Gärten sind echt der Riesen Pluspunkt an Norddeutschland,. Ostfriesland hat uns ein Sommergefühl geschenkt. Mit alten Begleitern zwischen Buschröschen und Hortensien sitzen. Herrlich
10: ich möchte darum ringen und bitten, dass ich innerlich flexibel und offen bleibe. Menschen, die sich auf sich begrenzen und nach starren Regeln leben erschrecken mich.

Mittwoch, 13. Juli 2016

land unter

ich liebe mein Leben und will es so- aber manchmal zieht mich eine Phase an Herausforderungen, murrenden Kollegen oder Mitarbeitenden in einen erschöpften Strudel abwärts.
Nicht sehr erbaulich- nicht wahr?
zu ehrlich?
das stimmt- das ist meine Schwäche- ich filter zu wenig. Was in mich hineingeht oder rausgeht.

Vor einigen Tagen saß ich beim Arzt und habe erst versucht plausibel zu erklären, warum ich auf Grund meines sehr hohen Schmerzlevels meine Schmerzmittel wieder nehmen möchte- bitte.
Er sah mich an....lange... und meinte dann: "Ihre Packung war auch ne Nummer zu dick: seid einem Jahr ein kranker Mann mit ungeklärtem Verlauf, Verantwortung für Teens, Schmerzen und dann noch ein Todesfall in der Familie."
Ich klappte den Mund auf und zu und wehrte mich... "Aber--- ich bin ja nicht richtig krank, nur so..."
Ein Blick...lange..."Frau Diekmann, sie sind chronisch krank und das löst depressive Phasen aus. Ganz normal: wie Zahnweh oder Rückenschmerzen...Und dabei gehen sie noch arbeiten..."
Nicht sehr erbaulich?
Zu ehrlich?


Ja...in diesem Blog wird es immer wieder auf Einblicke in ungeschönte Momente geben. keine Fotos von neuen Dekoecken in meinem Haus, sondern undekoriertes aus dem Herzen. Wo ich mich vergessen und unnütz fühle. Falsch und beschäftigt mit einem Schmerz, der nur langsam behandelt werden kann. Wo ich mir selbst nicht wohlgesonnen bin udn nicht fühlen kann, was mir gut tut.

Ich schreibe meiner Freundin:"Hier ist landunter!" und sie antwortet: " Viel Ufer Dir!"

Was für ein guter Wunsch. Ich weiß fest: es gibt ein Ufer, ein Ziel- ich komme an. Mit allem Ringen und Kämpfen. Erlebe Genuss und Schmerz fast gleichzeitig und weiß mich in diesem Taumel gehalten. Was für ein Vorrecht...



Montag, 11. Juli 2016

Hinterrücks

meine Tochter kann gut singen. Zunächst unbekümmert und nach den ersten Solo Liedern gab es Rückmeldungen, dass sie sich in den Vordergrund spielt. Auch direkt an sie.
Sie singt gerne- aber nicht mehr vor uns und ihrer Kirchengemeinde.

Ich kenne ein Mädel, dass super Theater spielt... Auch sie bekam Hinweise, dass doch auch einmal andere Rollen bekommen sollen. Nun spielt sie nicht mehr gern.

Ich kenne einen jungen Mann, der gute Gedanken in Predigten weutergibt- Na? ihr ratet schon?

Mir scheint- wir können nicht ertragen, wenn jemand etwas richtig gut kann. Sofort fallen Worte wie
arrogant
eingebildet
übertrieben

oder noch fieser.

Ich selbst habe diese Worte versucht einzusammeln, das sie auch ( nicht nur einmal) mich betrafen.Ich höre von Dritten, die mir aber leider nicht sagen können von wem, verletzendes. Puh.So will ich nicht leben. Es zieht mir den Boden unter den Füßen weg, wenn ich sehe, dass Faruen aufhören zu reden, wenn ich komme, oder plötzlich neue Teams sich gründen und zwar so, dass ich davon nichts wissen weiß..."Wir haben dir extra nichts gesagt...!" oder sich die Klangfarbe einer Freundschaft ändert, seid dem eine Freundin mehr mit Frau X unternimmt.
Es ist so schwer immer gerecht zu sein und bewusst hinzu sehen, woher diese Missstimmung kommt. Ich möchte auf mich achten...Wie oft bin ich Ursache?


Ich muß dann an folgende Geschichte denken...:

Eine Frau suchte das Gespräch mit ihrem Pastor, weil sie ihr Gewissen plagte. Sie hatte schlecht über eine andere geredet und diese Nachrede war nun zu der anderen gelangt – die Beziehung zueinander war zerstört. Die Frau fragte, wie sie denn ihre Tat wieder gut machen könne. Der Pastor riet ihr zu einem persönlichen Gespräch mit der Betroffenen und betete mir ihr um Vergebung. Gleichzeitig mahnte er, dass die Tat eine Sühne erfordere und gab der Frau ein Federkissen mit. „Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht“, sagte er. „Dort schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder hierher zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil.“
Die Frau tat es und als sie dem Pastor die leere Kissenhülle brachte, fragte sie: „Und der zweite Teil meiner Buße?“ „Gehen Sie jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein.“ Die Frau stammelte verwirrt: „Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?“
Der Pastor sagte ernst: „Sehen Sie! Genau so ist es mit den Gerüchten. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?“


Wie oft streue ich hinter dem Rücken übles? Interpretiere Blicke? Denke laut schlechtes über Lehrer, Ärzte, Pastoren oder Sachbearbeiter im Arbeitsamt?
Wie oft bin ich streng mit den Fehlern meiner Kinder?Meiner Eltern?

Ich bin traurig, dass mein Kind nicht zeigen kann, was es kann. Nicht weil ich angeben will, sondern weil diese Offenheit tut uns gut: zeigen was in uns lebt. Uns fördern...gegenseitig. Nicht erdolchen mit Blicken und Tuschelei.

Mich beschäftigt das Thema aus aktuellen Anlässen...guckst du auch bei http://www.dertheorist.de/?p=492

Freitag, 8. Juli 2016

tolle Idee..mach ich auch:)
http://kleinesfamilienunternehmen.blogspot.de/2016/07/notfallbox-fur-lehrer-geschenke-zum.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed:+MeinErfolgreichesKleinesFamilienunternehmen+(Mein+erfolgreiches,+kleines+Familienunternehmen...)

Was tut dir gut?

der Schmerz meines Kindes ist manchmal so groß, dass ich ihn beseitigen möchte.
Wer jetzt nicht weiß, was ich meine, der hat entweder wenig mitfühlende Anteile, keine Lust auf sein Kind, oder einen 20 Minuten alten Säugling.
Ganz egal ob Kolik mit 10 Lebenstagen (aua)
Übernachtungsherzklopfen beim Kiga mit 3 Jahren (bibber)
Frust vor allem, was nicht beim 1. Mal geklappt hat (Radfahren, Schwimmen, Brettspiel, telefonieren, tanzen)
Freundinnenfiesigkeiten von (6-66 Jahren)
oder eine Freundin, die nicht mehr Leben will. (ohne Worte)
Das ist für mich als Mutter der Härtefall im Loslassen.

Mein Kind muss zum Überleben lernen, dass es diese Krisen bewältigen wird. Nur mein Kind allein findet einen Weg und kann auch einen Weg finden.

Wer nun aus Sorge um meine Kinder das Jugendamt gerade anruft: ich spreche nicht von Mitfühlen, Umsorgen und Begleiten. Das ist nicht nur Typsache. das ist Elternpflicht und würde ich fluchen würde ich sogar Verd***** Pflicht sagen. Dazu gehört auch, sich UNBEDINGT Kommentare zu verkneifen: " war ja klar, bei den Freundinnen, die du dir aussuchst", "Sei nicht so empfindlich!", " jammer nicht!".
Aber:
Wir stehen jeden Tag in der Gefahr das Leben unseren leidenden Kindes zu leben.
Mir hilft es zu fragen: " Was hilft dir?" Okay, bis 3 Jahre gibt es wneig auswertbares Material aus dem Munde des Kindes. Aber dann sehr wohl.
Ich frage: "Wie kannst du es lösen?" So gebe ich dem Kind mein Vertrauen: du wirst es schaffen- so sehr es dich zerreisst. Du bist in der Lage dein Leben zu überleben.

Und ich, ich übe an meinem:)

Montag, 4. Juli 2016

mein Kind lernt leben

...wenn es seinen Praktikumsplatz selbst suchen muss
...seinen Müll selbst entsorgt
...seine Einlagen selbst abholt
...seine Finanzen selbst plant
Hier ist grad Lebenslernübungsplatz...


und bei kleinen Kids?
Schade, dass Eltern auf "DURST!" der Kinder reagieren. Ein Beispiel für die Haltung gegenüber Kindern. Diese oft laute Ansage ist KEIN Auftrag, sondern eine Info.
Frage ich konsequent: "Was brauchst du von mir?", kann das Kind erleben und erfahren: ich bekomme meinen unsäglich quälenden Durst nicht gestillt.

Wenn ein Kind in Mama s Ohr flüstert, was es so sehr ersehnt, ist es eine Info und kein Auftrag an die Eltern. Wir nehmen den Kindern die Chance sich zu erleben.

Letztens sah ich einen kleinen Jungen (3), der sich vor meinem Mann ( sehr groß) aufbaute und einige Stotteranläufe brauchte, aber fragte: "Darf ich auf dein Trampolin?". Als das bejaht wurde, strahlte er. Sicherlich nicht nur wegen der Erlaubnis_ er hatte Wesentliches geschafft. Sein Anliegen ausgedrückt, gehört und verstanden worden.

Sonntag, 19. Juni 2016

Scherbenhaufen

Gerade eben ist mir mein Lieblingsbild heruntergefallen, in einem Rahmen aus Glas.
Kaputt.
Ein riesiger Scherbenhaufen.
Lange und zackige Scherben.
Mein erster Gedanke war: "Was für ein geniales Bild für unser Leben!"

Das Zerbrochene macht mir Mühe und ist ein Anblick,den ich wegwischen und ignorieren möchte. Ich habe sofort nach Schuldigen gesucht ( Wer hat das Bild so blöd auf das Klavier gestellt?) und mich als Übeltäterin entlarvt. Manchmal finde ich an den Scherben meines Lebens einen Schuldigen- und es ändert nichts an dem Zerbrochenem. Im Gegenteil, die Wut fesselt mich an den Anblick der spitzen und verletzenden Scherben.

Als ich die Scherben aufsammle, merke ich wie achtsam ich dabei sein muss. Erst als ich einen haarfeinen Minisplitter in meinem Daumen suche, stelle ich fest: ich hätte mir Hilfe suchen können: ein Kehrblech, Handschuhe zum Schutz. Wie schnell wollen wir Schmerzen in uns beseitigen und es bleibt ein klitzekleines Bisschen in uns zurück?
Ich habe eine Frau erlebt, die bis sie alt war Konkurrenz zu allen empfunden hat, sich abgelehnt gefühlt hat.
Ein Mann, der alles allein fühlen und erleben musste, weil er Menschen nicht an sich heranlassen konnte.
Ich spreche mit Erwachsenen, die ihre Eltern nicht lieben- aus Gründen...
Ich sehe Kinder, die durch die Sorgen der Eltern ängstlich werden- aus Gründen...

Warum holen wir uns keine Hilfe?
Probieren nicht aus, wie es ist die Scherben zu beschreiben. Worte zu finden, für unsere Ohnmacht?
Mein Mann ist Berater. Ein guter. Meinst du, er hat Menschen, die ihn aufsuchen, wenn sie die Scherben wahrnehmen? Alle spüren den lauten Rumms und doch: Klammheimlich werden die Scherben eingesammelt und Jahre später die vereiterten Splitter gezeigt.

Ich habe beim Anblick meines Bruchstückes geseufzt. Dieser Rahmen ist ausverkauft bei Ikea. Vergängliches Glück. Ich muss neue Ideen für mein Lieblingsbild finden.

Wenn wir meine Schwester beim Abschied ihres Wertvollsten begleiten, bleibt die Gewissheit, er kommt nicht zurück. Wertvoll bleibt er. Sie muß neue Idee für sich finden.

Gott schmeisst uns dabei keine Scherben ins Leben, aber er bietet uns Hilfen an.

Gebet ist so kraftvoll! Hammer!
Warum schreiben alle bei Facebook und Co: " wir denken an dich?" . Das tun Esoteriker auch, sogar Fußballfans denken permanent an ihre Mannschaft. Haben wir Angst, das ses floskelhaft klingt?Ich will Mut haben zu sagen: ich bete. Ich ringe um die Bewältigung dieses Scherbenshaufens.