Orientierung

ich bin eine Suchende...
 schon immer

nach Sicherheit, nach Sinn

ich kenne kaum eine Lebensphase, wo ich nicht gefragt habe: " wer bin ich?" " Was kommt als nächstes?".

Biographien haben mich immer beflügelt... Haben. Nun frusten sie mich... ich bn suchend, weil ich nicht so genau weiß, was kommen soll/ darf/ muß/ wird. Klassisch für mein Alter und doch     doof! Mich nervts.. ich habe alle wichtigen Entscheidungen mit 30 durch gehabt: Mann, Kinderplanung, Beruf, Berufung... und nun scheint in de 10 Jahren nichts arg spannendes mehr dazu gekommen zu sein... muß auch nicht....oder?

Ich bin suchend, weil ich so gerne Teil eines Wunders, eines krimis, eines Abenteuer wäre... Scheint sich keins anzubieten.
 Nicht jeder kann ein wunderschönes Cafe aufmachen, Schulen gründen oder Vereine.
 Nicht jeder wächst von einer Fortbildung zur nächsten und wird dann irgendetwas Wichtiges, Entscheidendes...

Mich hat mal ein Gespräch sehr unter Druck gesetzt: eine Berater, die ich sehr s chätze, antwaortete auf die Frage, wie sie zu ihren Titeln und Ausbildungen gekommen ist:
Sie habe mit ganz jungen Jahren ihre Ausbildung schon als Start für " etwas " gesehen und nach und nach die Puzzlesteine dazu gefügt. Nun ist sie selbststänidg.... Ich war zu diesem Zeitpunkt 30 und fertig mit einer Ausbildung ohne Ahnung auf etwas Großes...Viel Hoffnung im Bauch, viel Glauben an Gott und null Plan...

Welche Chancen habe ich verpasst?

Heute bin ich zerknirscht, weil ich etwas fiebrig bin, und weil die Stadt in der ich lebe eine neue Kita aufmacht. ICH wollte die eröffnen, irgendwann.... und hab das Gefühl zu wenig begabt zu sein, zu wenig mutig. Ach Mist...

Alle Häuser, die Henrik und ich in I. aus Spaß kaufen wollten werden abgerissen- und unser Beratungszentrum? Kann Gott da nicht mal so fette Wunder tun, wie in anderen Berichten aus Magazinen?
Wieso lese ich in allen christlichen Heften von diesen Erfolgen- wieso nie von Biogrfien, die sich reiben und suchen, bis sie 70 sind?
Ich will auch ein Cafe mit Bücherecke und Vorträgsangeboten- aber das gelingt nur frommen Hausfrauen
Ich will eine Jugendwohnung- zum Treffen und Leben
Ich will Erziehungsarbeit fördern
Ich will so gern an den Platz, wo ich hin soll.....

Was mich noch mehr umtreibt ist die Frage: wie soll ich zur Heldin werden, wenn mein Tag schon so voll ist? Wie soll ich Statuten lesen, Vereine Gründen, wenn alles sich schon dreht?

Ich saß für meinen Job an einigen Stundenentwürfen für Arbeit mit Kindern und erklärte einigen Teens, was ich da mache. A: " Wer benutzt den sowas? Liest das überhaupt jemand?" ( wir nehmen die Entwürfe nämlich nicht....)
Ja ....gute Frage..
Was tue ich hier?
wie werden Menschen Helden? Berufene?

Macht Gott denn nicht auch aus kleinen Schritten Heldentaten?
Liest jemand meine Artikel? Entwickelt sich jemand, weil ich Marmorkuchen backe?
Was passiert mit mir und anderen, wenn ich 8 Stunden und mehr über Kinder und Jugendarbeit nachgrübel?

Was wenn ich ältere werde- noch älter und zB nächstes Jahr keine Jugendarbeit mehr mache...
Wer bleibt dann übrig?
Wo kann meine Leidenschaft dann neu entfachen?

Wer bin ich?

Kommentare

  1. Ich war gestern mit Gertrud bei Ikea. Auf dem Rückweg haben wir geredet. Rate mal worüber. Ich bin auch nie fertig, verzweifle oft an mir selbst, fühle mich nicht gut genug, nicht schön genug, nicht "fromm" genug, zweifle zuviel, vertraue zu wenig und bin doch geliebt. Gertrud hat gesagt: Gott sieht, daß du möchtest".
    Es reicht, wenn wir das tun, was gerade vor unserer Nase ist.
    Lösch das ruhig wieder. :)
    Sei ganz doll umarmt du geniale Frau mit den guten Ideen, den tollen Worten und der fröhlichen Art, Familiencheffin, Mann-unterstützerin und soviel mehr. Wir können nicht alle zur selben Zeit BB sein. Wer weiß was für dich in dem Alter dran ist.Träume haben darf man immer.

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