Schweiger oder nicht?

ein junger bemerkenswerter Mann schrieb vor einiger Zeit einen Blogartikel...
guckste:http://tohobuwaha.wordpress.com/2014/04/01/uber-intro-und-extraversion-input/

nun grüble ich schon länger drumherum...
 ich bin als Vielrednerin oft unmgeben von Schweigern.
 Wie sehr mich das verletzt hat, merke ich erst langsam....

zum Beispiel:

Hauskreis- 6 Jahre lang sagt X nichts... gar nichts.. sitzt aber stundenlang nach dem Hauskreis da und geht als Letzter.
Gruppenarbeit- die Teilis kommen und sagen leise "Hallo" mehr nicht. sitzen schweigend. Antworten in knappen Sätzen. Auch nach Jahren.Ich sehne mich nach einem Austausch ihrer Herzensgedanken und fühle mich so unendlich einsam.
Eine Freundin schriebt wundervolle Briefe. Ich schmelze bei jedem. ihre Stimme höre ich selten. Nur bei Dingen, die sie anders sieht.Ich bin irritiert diese negativen Dinge zu hören zu bekommen-
Eine Person in der Kirche sagt mir nach Jahren, wie unmöglich sie mich findet. Kann Dinge aufzählen, die uralt sind.Vorher lächeln und schwiegen bei jeder Begegnung!
Menschen kommen gerne zu uns/ mir an den Essenstisch- sagen aber oft nichts- hören zu. saugen MEIN Leben auf. Fast nie lande ich an ihrem Esstisch.
 T. zB hat 2 Jahre lang jede Woche einen Abend mit mir verbracht- ich stelle Fragen zu ihren dunklen Gedanken, sie....überlegte....schwieg. 2 Jahre....
K. z.B. fühlt sich übergangen, vergessen... aber sagt nicht, wenn sie eine Idee hat- möchte gefragt werden.

ich habe meinen Zorn auf Schwiegende mal mit meiner Beraterin angesprochen. Für Gruppenarbeit ist es aus ihrer Sicht ein " No go!!" Sie hat da ganz klare Ansichten: wer nichts beiträgt, saugt die Gruppe aus und gibt nichts dazu...Das hat mir geholfen--- meinen Zorn zu verstehn.
 ja
ausgesaugt
so fühle ich mich

Ich habe gelernt, wer seine Meinung hat, soll sie sagen. kann schwer verstehen, wie in Kirchensitzungen und im Beruf das Getuschel hintenrum losgeht.
Ich fühle viel als Extrovertierte: Stimmungen, Spannungen, Farben, Formen.ich kann dies in Worte fassen und staune verwundert über Menschen, die das nicht erleben.


Und doch weiß ich- ich bin Lernende
Denn Extrvertierte können oft so viel und dominant reden ( ich auch), dass andere keinen Sinn zu einem Beitrag mehr sehen.

Ich habe bitter lernen müssen seit ich Verantwortung trag, wie verletzend ich bin. Oft leiden die Introvertierten unter meiner Geschwindigkeit, meinem Ton..meiner fordernden Art.
Ich übe mich im Frage stellen, nachfragen, Zeit geben. Übe, übe. Fall hin, versuche meine Einsamkeit zu erspüren und mein Gegenüber nicht dafür verantwortlich zu machen, nur weil Er/ sie Introvertiert ist.
ich will üben mich zu mögen. Ich sein zu dürfen. Nicht für den Intzrovertierten da sein zu müssen.-
 ich darf Schweigenden aus dem Weg gehen und Menschen, die "mal sehn" antworten und "nein" meinen-Menschen, die mich als Partymittel missbrauchen, aber mich nicht persönlich meinen.

ich werde noch viel dazu denken müssen
dürfen
leise
mitteilend
mich von Gott neu machend durch seine Idee von Vergebung

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