gute Leiter

ich habe mich in den letzten 15 Jahren sehr viel mit Leiterschaft auseinander gesetzt. Gemeint ist damit eine Führungsperson im beruflichen und/ oder kirchlichem Kontext zu sein.


So bald jemand sagte " das ist ein echt starker Leiter!" pochte mein Herz... " Ja, ich will auch!"

Stichworte wie
begeisternd
authentisch
visionär
ermutigend
fördernd
fanden den Weg in meinen Sprachgebrauch.

Ich habe Menschen kennengelernt, die froh waren Leiten zu können- weil sie dann mehr als andere können/ dürfen. Ich habe Vorgesetzte gehabt, die nicht leiten können- definitiv.
Nun habe ich über viele Menschen gehört, wie "gut" und "stark" sie leiten.

Über mich nicht.

Eher wie
chaotisch
überfordernd
wild
unorganisiert ich bin.

Okay- keine Leiterin.


- Zu leiten bedeutet für mich auch dienen zu können.
Ein Chef, der nicht selber Kaffee kocht ist in meinen Augen ein Angeber.
Eine leiterin, die nicht nach einem Event mit aufräumt, ist nicht motivierend.

Ein Mann ( ein Leiter) hat mal gesagt: " Die Gabe zum Abwasch hat jeder!" Jawoll- wieso sind dann immer die gleichen in der Küche bei Festen, Schulveranstaltungen, Geburtstagen? Wieso können Leitungen nicht mehr fegen? Oder ihre teuren Uhren ablegen, um Bierzeltgarnituren zu tragen? Wieso ist es chicer bei den anderen " leitern" runzustehen und zu Netzwerken oder auf das " Bitte, bitte " zu warten???

- Leitung hat emotionale Intelligenz
Es scheint nach Mode zu klingen, aber Leute, die etwas zu sagen haben, sollten Gefühle wahrnehmen und benennen, Gruppenprozesse spüren und anleiten können. Leiter, die zufrienden nach hause gehen, weil ihr Ziel erreicht ist, aber nicht spüren, wie es den Anderen damit geht, sind in meinen Augen Grütze.

- Leitung kann kommunizieren
Gedanken, Zwischenschritte und pro und Contra mitzuteilen sind kein Chaos, sondern die Chance für die Mitmenschen Wege mitzugehen.

- Leiter sehen den Fortschritt des Einzelnen
 Das Team gut da stehen zu lassen, habe ich von einem meiner Leiter gelernt. Wenn "es" nicht lief, war er verantwortlich ( und hat uns geschützt), wenn es lief, waren wir die Helden ( auch wenn er den Ruhm sicher auch brauchen könnte). Das hat mich motiviert, bewegt udn ich versuche meine treams auch so zu sehen. Den Anderen gut dastehen zu lassen, zu fördern, auch mal streng zu sein, Aufgaben zu zu trauen ( auch wenn ich sie selber besser ( hüstel) gemacht hätte...
Beispiel: In eminem team Kindergottesidnets ( ja ich weiß- nicht BASF oder so) da versuche ich den heranwachsenen Mitarbeitern ( egal wie alt) zu zutrauen, dass sie die Stunde wuppen können. Bald kann ich mich rausziehen, denn z.B Y und P haben es echt gut gemacht gestern...

- Leiter vertreten die Bedürfnisse der Gruppe/ des Anliegens
Für unsere Jugendzeit war das freie Rumgammeln im Jugendhaus superwichtig- dazu eine selbständig vergammelte Küche, Mülleimer und kaminfeuerstelle, vergessene offene Türen oder ähm Kaminfeuer...
Unser Leiter hat in regelmäßigen Abständen den Hausmeister beruhigt, Schelte eingesteckt, auch mal heimlich Schimmelnde Indizien weggeräumt, uns liebevoll beiseite genommen.., die Kirchenleitung informiert, unsere Bedürfnisse formuliert, passende Bücher gelesen und diese zitiert. Er hätte damit auch locker Erfolg in der Politik haben können:)


 so denn- vielleicht bin ich doch leitend:)
eher Herzensleiterin mit dauernd vergessenen Schlüsseln und Terminen

für alle, die meine mails wirr, meine Treffen zu schnell, meine teamsitzungen zu voll finden
DAS MUSS SO

Aber so was von

Ha!

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