"Wohin soll der hässliche Tisch?"

in der Kirche, in der ich lebe ist Raum für Vielfalt. Das ist gut. macht sich für mich an viel zu bunten Chiffontüchern und Servietten deutlich, die mich innerlich erschaudern lassen. Die machen mir wirklich schlechte Laune... oder handgeschriebende Plakate mit Fehlern, oder Kawohl Plakate oder zu viele Farben, zu viele Grünpflanzen...

Nun bin ich selber Opfer diese Kommentare.
Ein tolles Lernfeld für mich.

 Der Raum X und Tisch y ist für mich mit Leidenschaft und der Beteiligung der Gruppe entstanden- hat wenig mit meinen " Schön!" zu tun und doch: es ist mein Baby.
Die Suche nach Tisch Y und die Gestaltung des Raumes x waren nicht easypeasi... sondern Arbeit... Kompromisskampf.

Nun gibt es Veränderungen und natürlich auch Sprüche wie: " Kann das nicht mal weg?" "Wohin soll eigentlich der hässliche Tisch?" und ich zucke.

Spüre plötzlich, wie die Chiffontuchliebhaber sich fühlen, wenn ich gequält frage... " müssen die Tücher bleiben?"
Spüre plötzlich, wie die Schnellen sich fühlen, wenn jemand langsames nicht antworten kann.
Spüre plötzllich, wie die  Traditionsliebenden sich fühlen, wenn jamend alles mit engtlischen Titeln belegt.
Spüre plötzlich, wie die Liturgiefreunde zucken, wenn jemand zu Gruppengebeten aufruft.


Und ich merke: ich mag es immer weniger, wenn ich und andere von
hässlich
unmodern
unpassend
nicht zeitgemäß
reden

Weil die Sichtweisen auf Tische, Erziehung, Gebetsformen so krass unterschiedlich ist.

ich will üben zu fragen- die Spitzen aus meinen Bemerkungen streichen:
dient das Chiffontuch dem Sinn
kann der Schrank nicht einen neuen Platz finden
ist der zweck des Tisches nicht erfüllt und er kann weg?

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