mehr ICH

in einem Dienstgespräch meinte mein Gegenüber: "Ich bin schon erschrocken, wie stark jeder prüft, ob das Ich genug Applaus bekommt- egal bei welcher Sache. Bringt es mir was? mehr als ich investiere?"

Diese Beobachtung erschreckt mich und ich sehe leider auch Tendenzen dafür.
Ich hab für meine Kollgen Zb einen Kuchen gebacken zum Bday, weil sie eine schwere Zeit hatte. ( und ja, es war eine Herausforderung für mich, denn ich backe grottig!)Unfassbar- für das Team. "Wieso?" war wirklich die Frage , die mir oft gestellt wurde... " Wieso? Weil es nett ist!"

Eltern besuchen die Oase ( Spieltreff) und schaffen es in 3 Jahren KEIN einziges Mal aufzuräumen, eine Spende zu geben oder Kuchen mitzubruingen- und sind dabei noch sehr fordernd.

Ich sage den Teens: jeder bekommt 2 Getränke und stelle nach kurzer Zeit fest, dass sich mehr als eine Person mind 3 genommen haben. Das leer ausgehen der Pechvögel wird von den ehrlichen Schluckspechten mit " ich brauchte noch mehr" kommentiert.

Ich sehe immer die gleichen Menschen Kuchen mitbringen oder Abwaschen in unserer Kirche- sie sind aber bei jedem Essen und fest dabei.


Je älter man wird, desto schicker ist es seine " Grenzen" zu kennen. Ja, stimmt.
Aber nett sein- geht nicht mehr in Ordnung?
Etwas tun, was mich etwas kostet- mehr als ich bekomme?


Wenn Jugendliche heute den hohen Wert von Schule lernen, lernen sie oft auch: ich geb bei all dem Stress das, was ich für mich brauche. ich muss schliesslich durchkommen.
Diesen Maßstab legen sie dann auf Treffen an, wie Geburtstage ( wünschen sich tolle Geschenke, bringen aber selbst 5 Euro Goodies mit), Gruppenstunden ( wer macht es mir schön?).


Und ich... bin ich bereit mehr zu geben für eine Sache , die mir wichtig ist?
Was ist mir teilen?
Zurückstecken?
das ICh mal zappeln lassen?



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