hochexplosiv

meine hochsensiblen Fühler melden sehr schnell, wenn etwas aus den Fugen gerät.

Mit einem Profi versuche ich zu lernen, dass ich diese Informationen zu meinem Schutz nicht mehr mitteile. Was?

Wenn eine Mutter dem tröstenden Vater das Kind aus dem Arm nimmt, spüre ich die Störung in der Paarbeziehung.

Wenn ein Vater seinen Sohn nicht anblickt beim Reden, spüre ich den Wunsch des Kindes gesehen zu werden.

Wenn im Aldi jemand die Augen rollt, spüre ich Spannung, die andere nicht verstehen.

Wenn jemand seinem Kind nicht zutraut und laut verkündet, man müsse Kinder schützen, spüre ich wie wenig ICH Gefühl das Kind entwickelt.

Wenn jemand Situationen kommentiert-mit Arroganz und Härte drehe ich auf, weil ich spüre, wie herablassend das geschieht.



Gestern war wieder so ein Gespräch. ich bin hoch gegangen: für mich immer gerechtfertigt. Nach dem Motto " Wehre den Anfängen".
An der Reaktion konnte ich ablesen, warum ich gerade übe nicht mehr meine Wahrnehmungen mitzuteilen.

Ach ja, bevor du denkst: es sind ja auch nur Wahrnehmungen, Vermutungen...Stimmt genau.
Das Anstrengende für mich ist, dass diese Ehepaare, Eltern, Menschen lange, lange nach meiner Beobachtung über diese Thematik stöhnen und Hilfe suchen. Ich empfinde, dann tiefe Erschöpfung und Schmerz darüber, was in Beziehungen bis dahin schon verletzt wurde.
Dieser Schmerz ist mein Schmerz gewesen.

Nun sehe ich weg. Mache mir bewusst, dass ich keinen Auftrag habe, keine Handlungsanweisung.
versuche meine Baustellen im Blick zu behalten.
meinen Fokus zu verändern.

zu üben nicht mehr hochexplosiv zu sein

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