seelischer Mülleimer

Gestern ein Tag, wo ich meine offene Art zum Heulen finde.
Ich gebe den Menschen durch meinen Blick scheinbar die Erlaubnis, ihre Sorgen und Unzufriedenheit in Sekunden bei mir abzuladen. Mir unbewusst- von Gatte und Kindern aber bestätigt (" Guck die Leute nicht so an, die erzählen dir ALLES!")

Meine Kids waren alle schräg an diesem Morgen und trafen meine verletzlichen Punkte.
ich musste drei Leuten kopieren helfen
Das Kigozeug  für den Kindergottesdienst vorbereiten ( mit 9.15-10.00h eigentlich genug Zeit, wenn...)
Die Flip chart fürs Jugendparlament wurde bei mir gesucht.
Die Ordnung des Jugendraums bei mir als " Unerträglich" angemahnt.
Ein Erziehungstipp erbeten.
Meine Frisur kommentiert!
Ein Diättipp ungefragt abgegeben.

mein zu feiner Filter war schon um 9:45h voll. Da wusste ich noch nicht, dass ich noch 2 Stunden Kinderprogramm vor mir habe.

Mal eben.


Und viele Gespräche danach. Augenroller, Seufzer.

Wo Kommentare dann in meinem Ohr wie Pfeile sitzen:
alles in allem mischte es sich zu einem Mix ( den niemand gesagt hat!- liebe Lesende aus Ingelheim:))
" Unmöglich...kaum ist der Pastor wieder gesund, dauern die Gottesdienste zu lange!"

Dann folgten zu dem Grummeln im Bauch noch Kommentare zur " doofen Idee" mit dem Fotogemeindeverzeichnis...oder den Bedenken " wir können uns nicht nur um Flüchtlinge drehen!" ( nee? was machst du den zZ konkret für Flüchtlinge?) und das vermissen meines leiderNicht- Sohns...
 und " weisst du wo Mama ist?" " Weisst du wo die Pinnwänd steht?" " weisst du, warum es keine Freizeit für den Kigo gibt?"
" Gibt es eigentlich ein Krippenspiel?"
" Weisst du wo meine Basteldvd ist?"

Nein
nein
nein
ja
nein

keine Ahnung

nur weil ich so wirke, als würde ich jeden wachsam und offen ansehen

ich weiß es nicht

Die Kraft-Blitzentladung von 9:45h ist zu diesem Zeitpunkt schon schon zu einem bedrohlichen Level angewachsen.


Der Ehegatte hat dann den Matsch vor die Füße bekommen, vergoren und sehr unappetittlich.
Das mag ich nicht an mir- anstatt den Leuten vorher deutlicher zu signailisieren...STOP- zu viel...
Nach unerfreulichen Tönen dann abends konstruktive Ideen für eines der Themen.

 Die anderen bleiben in meinem seelischen Mülleimer.






Kommentare

  1. Ich kenne das. Ein großes Arbeitsfeld gerade. Mein Gatte und meine Kinder signalisieren mir ähnlich, das ich mich besser positionieren muss und ich arbeite dran. Mal klappt es besser, mal schlechter.

    Es ist auch so: brauche ich mal eine Freundin zum Zuhören, finde ich die nicht unbedingt. Schließlich sind es alle gewohnt,das ich zuhöre.

    Viele liebe Grüße
    Andrea

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  2. danke, für das Teilen!!! Ich bin nicht sonderbar... nur wunderbar:)

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