Alltagsverzweiflung

was ich nicht kann

einen Pizzateig ( jaaaa, der ist sooooo einfach)
aufräumen ( ja, man muss nur ein Teil nehmen und an seinen Platz legen)
das ceranfeld reinigen ( jaaaa, mit dem und dem Mittel geht das ganz einfach)
Tee aufbewahren ( aber da gibt es doch diese hübschen Kästen- jaaaaa)

heute ist es wieder so weit. Während ich auf das Erwachen der Töchter warte, räume ich leise vor mich hin und schaffe es in 2 Stunden nichts zu schaffen, ausser Selbstzweifel zu mehren.
Mein Alltag zehrt an mir.
 Seit 5 Tagen habe ich bohrende Kopfschmerzen ( jaaaa, ich nehme Ibu, jaaaa, ich mache Gymnastik, jaaaa ich muss auf mich achten, jaaa ich nehme Magnesium) und ich hänge in diesem Chaos rum wie Falschgeld.
Wie ein jammerndes Kind.

Stosse in jedem Raum schmerzend an die Erinnerung: all dies ist nicht meine Begabung ( jaaaaa, ich weiß putzen kann jeder)

Ich kann gut Geschichten vorlesen und erzählen. Man sagt, meine Stimme ist etwas besonderes.
Ich kann ermutigen.
Ich kann aus nix eine Idee für ne Gruppenstunde machen.

Ich kann Fremde ansprechen.
Ich kann singen.
Ich kann Träume ausmalen und sie Realität werden lassen.


An Tagen wie diesen frage ich mich: wie hat Gott sich das erdacht? Mit mir?

Weil er mich erdacht hat, verbiete ich meiner Alltagsverzweiflung tiefer zu rutschen. ich bleibe dabei:
Gebliebte
Erwählte.
Wundervoll.


Nur halt, ne chaotische Wundervolle:)

Kommentare

  1. Ich bete für dich ! Diese Tage sind grauenvoll. Du bist ein Königskind.

    Viele Grüße
    Andrea

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  2. Beim Lesen deines Textes musste ich doch schmunzelnd an mein Ceranfeld denken... Muss zu meiner Schande gestehen, dass Horst das öfter putzt als ich, ich hasse es... Und wie viele Sorten von Wundermittelchen habe ich schon dafür gekauft, es geht immer noch nicht von alleine, finde es mit allen Mitteln sehr anstrengend und verstehe nicht, warum man diese Teile nicht so krieren kann, dass da nichts haften bleibt und der Schmutz einfach abfällt. :-) Und die nervige Aufräumerei macht keinen Spaß, ich sag immer, wenn ich am Aufräumen bin, kriege ich "ADS" und jede Ablenkung ist mir da lieb.... Bin da sehr kreativ drin, mich vom Aufräumen abzulenken. Ich bin immer beruhigt, wenn ich irgendwo hinkomme und es ist dort nicht so penibel aufgeräumt, das entspannt mich richtig und nimmt mir selbst den Druck, genauso aufräumen zu müssen... Einmal klingelte es an unserer Haustür und eine Bekannte kam zu Besuch. Schon im Flur wanderten ihre Augen auffällig kontrollierend von Ecke zu Ecke. Da wurde mir richtig ungemütlich und ich hätte sie am liebsten direkt aus der Haustür rausgeschoben... Ich wünsch dir viel Kraft und hoffe, dass sich deine Kopfschmerzen endlich verabschieden.

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