wer bin ich?

um mich herum erspüre ich aktuell einige suchende Menschen. Nicht nach Schlüsseln oder Versichertenkarten, sondern nach einem passenden Beruf, einer Berufung.

Ich kenne das Suchen von mir sehr gut.
Ich habe durch meinen Jugendleiter einen wachsamen Begleiter und Förderer gehabt. Meine Selbstzweifel bekamen deutliche Probleme durch die Selbstwirksamkeit in Jugendarbeit und Kirche.
Nach der Realschule hatte ich keine Idee für mein Leben. Nichts
Nur was ich nicht wollte: zum Beispiel alles von dem Berufstest vcom Arbeitsamt: Hebamme (niie) Orthopädieschuhmacher (hä?) oder Versicherungskauffrau (NIIIIIEMALS)
Das Stochern im Salat hat mich gestresst. Gibt es denn nichts, was ich kann? Ich kann alles ein bisschen.

Dann lieber weiterlernen und Abi machen.
Nach dem Abi gleiches Bild
Ich schwanke zwischen BWL, Geschichte und Jura- durch die Sehnsucht etwas strukturiertes zu lernen, um mich zu strukturieren.
Bohrende Zweifel bis hin zu sehr trüben Gedanken in langen Nächten: warum wissen die anderen meiner Jugendgruppe das? (Klare Entscheidung für Optikerin, Medizin, Versicherung)
Langsam wuchs dabei auch der Frust Gott gegenüber: hörst du mich? ich will so gern wissen, was du denkst. Wie denn? Wie???Bete ich falsch?
All das habe ich allein abgemacht mit mir...

Nach dem Abi dann die halbherzige Entscheidung Lehramt oder Sozialpädagogik. (was Gutes für die Menschen tun- ja, das kann ich)
Zur Sozpädhochschule musste ich ein Sozialpraktikum vorweisen.
Okeee: wieder etwas entscheiden.
Ich schicke einige Bewerbungen, ohne zu wissen, was will ich? Kann ich? Fühlt sich doof an.
Zwei Zusagen kamen zurück und bei einem bekam ich einen Klos im Hals und bei einem Herzklopfen ( oh ja:)). Ich entschied aus dem Bauch.
Im Sozialpraktikum erlebte ich: ich bin gut vor Menschen. Ich kann vor 500 Kindern erzählen und sie hören zu. Bei meinen Mitstreitern ist das nicht so. Wir haben als Team von 5 jungen Suchenden fast täglich über uns geredet: wer was kann, wie warum...wie wir wirken, was uns verletzt hat, was uns begeistert.

Im Studium habe ich nach 2 Semestern von Lehramt (Bio, Theolgie) zu Dipl Pädagogik gewechselt. Ich hatte so viel Schiß vor Bio, dass ich 2 Semester nicht hingegangen bin. Ich habe mich nie getraut, dass jemandem zu sagen. Einfach alleine rumgequält.
Irgendwann hab ich dann mein Studium beendet und ja, heute arbeite ich als Pädagogin.
Im Amt- hätte ich mir nie ausgessucht.

Heute wäre ich gerne Hebamme, oder Grundschullehrerin, oder Coach...oder Politikerin. Heute kann ich ganz anders einschätzen, dass jeder Beruf zunächst fremd ist, seltsam und auch Niederlagen dazugehören.
Mit 30 und mit 40 habe ich ernsthaft überlegt noch einmal lehramt zu studieren...


Und meine Berufung?
seit ich mit Jesus in einer Freundschaft lebe, sehne ich seine Idee für mich in mein Leben.
Bis heute ist dieses Sehnen Teil meines Denkens
Ich ringe darum, wie mein Charakter, meine übernatürlichen Gaben und meine Fähigkeiten mehr als einen JOB machen können.
Ich arbeite im Amt derzeit mit einem kleinen Teil meiner Berufung. Den anderen Teil lege ich in Texte, Schulungen, Vorträge.
Ich habe für mich deutlich die Erziehung und Familiengestaltung unserer Kinder als JOB und berufung verstanden.Charakterbildung geht nicht von 16-18.30Uhr nebenbei. Diese Berufung hatte ich als junge Frau gar nicht auf dem Schirm, denn ich war nicht überzeugt Kinder zu bekommen.


Wenn ich überlege, was mir geholfen hat meinen Weg zu finden?

Realitätscheck
Innenwunsch und AussenRealität deckungsgleich bekommen!

Ich habe einmal ein Mädchen begleitet, die Schauspielerin werden wollte, aber so schüchtern war, dass sie nicht mal mit mir in 2 Jahren flüssig Gespräche führen konnte
Ich kenne eine Frau, die träumt vom Musikstudium, hat aber nach dem Realschulabschluss eine Lehre gemacht.
Ich habe einmal einen jungen Mann begleitet, der etwas Kreatives mit Pcs machen wollte ( gute Idee),a ber alle Schulungen, Kontakte zu profis ignoriert hat, die ihm als Vorbereitung dienen sollten. nach 2 Jahren nichts stun, war er wieder bei Null mit seinen Ideen für sein Leben.
Ich erlebe junge Männer, die Vorbilder haben mit großen Gehältern, aber nicht sehen, wie viel das an Fleiss, an Opfern an Willen kostet und haben nicht mal Bock Vokalen zu lernen.
Ich bin erschrocken, wie oft junge Menschen sagen: ich mach dann und nichts davon angehen und tun

Frage also menschen: könnte ich Architektin sein?
Welche Idee Gottes siehst du ihn mir?
Versuche dein Innen mit dem wie die Außen bist deckungsgleich zu bekommen.
Frage
rede

Haltungen wie "ich kann das doch alleine?"  " Wieso muss ich mit jemandem Reden? is doch meine Sache!"sind Luxus und bedeuten, du hast glasklar deinen Weg vor Augen.
Selbst die größten Helden in Wirtschaft, Kirche und Politik haben Menschen, die ihnen Rede und Antwort stehen.

PROBIERE
um herauszufinden wer du bist( in Gottes Augen) probiere
teste
mache bei Freizeiten mit als Mitarbeiter
such dir einen Begleiter zum Reden 1x die Woche
mach ein Praktikum
mach
tu
los!

HÖR AUF DEIN BAUCHGEFÜHL
du kennst dich vielleicht noch nicht ganz
aber Gott
er tippt dich durch das Bauchgefühl an
du kannst betend dieses Bauchgefühl trainieren
Gott lässt sich erfahren


ich werte meine Berufung jedes Jahr aus. Bin ich noch da, wo ich hin soll udn hin will.
Das Letzte Jahr war sehr einschneidend.
Dieses bleibt spannend

ich muß mich daher selbst an die drei Punkte halten
Realitätscheck
PROBIERE
HÖR AUF DEIN BAUCHGEFÜHL


sehr spannend

übrigens:
http://www.dertheorist.de/?p=383

Kommentare

  1. Ich glaub, ich hab's schon mal gepostet - ich lese so gern Ihr (Dein?) Blog und denke über die Einträge nach. Es ist fast immer etwas dabei, das ich mich in meiner Lebenssituation anspricht oder mit dem ich was anfangen kann. Vielen Dank dafür!

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  2. oh danke! gerade in meinem schleimigen Berg Selbstzweifel tat dein (!) Kommentar sehr gut:)

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