vom kleinen Blumenstrauß

wann ist es passiert, dass wir beschlossen haben: eine Whattsapp reicht?

Ich komme aus einer Gegend, wo sich die Menschen ihre Liebe vor die Tür stellen.
In Form von Kuchen, Handcreme, Gartenblumen, Saft ( ja echt- bei uns stand mal ein 12er Pakt Multisaft:)), Keksen, Gedichten, frischer Petersilie oder einem Hefezopf, warm und duftend.
Ungefragt- als Geste - manchmal mit Zettel und Gruß, oft ohne.

Als ich gestern einer Frau davon erzählte, wurde mir klar wie sehr ich das vermisse: gesehen werden. Im Alltag. Den Anderen sehen und ermutigen.
Und wie sehr mich traurig macht, dass ich keine Idee habe, was meine Nachbarn oder Menschen aus der Kirche freuen würde. mehr noch: ich traue mich gar nicht.

Ich werde in den nächsten Tagen Ermutigungsbringerin spielen und  Dinge vor die Tür stellen.



Kommentare

  1. .....ja recht hast....danke fürs dran erinnern....
    lg
    annette

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  2. Ich find das cool und es macht auch richtig Spaß, vor allem wenn man weiß, was man schenken könnte. Hab's auch mal gemacht hier im Ort, leider zu selten, und bei den meisten Nachbarn würd ich mich auch gar nicht trauen. Aber ich hab's auch mal selbst erlebt: Ich hatte einen richtig schlechten Tag, da kam irgendwie morgens schon eine doofe Sache nach der anderen, war auch noch mein Geburtstag... Kurz vor 10 wollte ich dann los zur Arbeit, öffnete die Haustür, davor lag eine große Tüte mit einem Kuchen drin, der auch noch richtig schön als GPS-Gerät verziert war, weil die Person mein Hobby kannte. Wow, das hat sofort alle schlechten Gedanken und Gefühle ausgelöscht, die ich hatte. Bin mit einem breiten Grinsen zur Arbeit und bekam das den ganzen Tag gar nicht mehr weg. :-) Lohnt sich also!!

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