von gestern...so sehr von gestern

Ohne große Vorahnung sind die alten Themen, so eifrig berabeitet und umbetet, wieder aktuell.
Ich bin immer wieder erschüttert, wie schnell das geht.

Eben noch Eheglück, dann plötzlich um sich greifender Frust- keine Sorge ihr Lesenden: ich bin mit einer sehr tiefen Ehebeziehung beschenkt und wir gönnen uns sogar Stress und Streit.

Eben noch Ordnung und Zufriedenheit, plötzlich Tränen voll Frust.

Eben noch Träume, plötzlich Kopfweh.

Eben noch Mut in Freundschaften zu investieren und plötzlich ausgeladen fühlen. Sehr deutlich übersehen... so dass auch andere es wahrnehmen.


Gerade noch unterwegs sehne ich mich schon wieder an das Meer und hadere damit im HIER sein zu müssen- Das find ich sooooo ätzend von mir und so von gestern. Da war ich schon besser drin: darin mein heute zu umarmen.

Um mich herum scheinen alle fröhliche Pläne zu haben, Freunde, Auszeiten und ein Plus auf dem Konto. "Geht doch mal schön essen!" "Da gibt es jetzt so schöne Bettwäsche- von tchibo: kosten ja nix....!" "Tut euch was Gutes!" mit einem inneren Groll schlucke ich meine Antwort runter. Eine Frau kommentierte unseren Garten mit: "Da kann man doch grad überall tolle Pflanzkübel kaufen! Dann sieht s nicht so trostlos aus" Ja, kann man- wenn....Mittelfingerzucken. Ich bin seid 25 Jahren in Übung mit wenig auszukommen, wieso kommt es seid einem Jahr so heftig wieder hoch?
Ich hatte das schon bearbeitet- Gott hingehalten.

Was noch mehr pocht sind die alten Gedanken zu Freundschaften. Ich fühle mich verloren. So als sei ich am falschen Platz- oder gar falsch? Nee- kann nicht: ich bin ja gewollte, ersehnte Tochter Gottes. Wieso muss ich neu so sehr darum ringen?
In einem Austausch mit einer weisen Handy- Freundin (wir teilen nur Funken, nicht das eben) drückte sie aus: vielleicht sind wir je älter wir werden immer weniger kompartibel.
Ja. Und will ich das?
Wie gelingt Leben teilen und Freundschaft mit vollem Job und Familien?

Heute gibts keine tröstende Wendung. Fromm und Jesus bezogen bleibe ich- egal was in mir rumort (ähnlich wie gern verheiratet). heute gibts mein amtliches Schulterzucken: ich weiß nicht, warum Lebensthemen immer Lebensthemen bleiben
Ich habe an ihnen gearbeitet seit ich 15 Jahre alt bin und ich bin verbissen gewillt meine neuen Schritte zu suchen und zu gehen.

damit
das
gestern
nicht
mein heute
wird







Kommentare

Beliebte Posts