Gottesdimension und Wut!

" Wenn wir über unsere Leben und die bescheuerten Situationen mit Gott diskutieren- und das tun wir- dann haben wir nur diese kleine Sicht" zeigt unser Freund an dem ersten Zentimenter an einem Handyladekabel, " Gottes Dimension ist aber größer...sehr viel mehr, als ich als Mensch erfassen kann!".


Im Moment quäle ich mich, weil meine Sicht auf meinen Zentimeter tausend Verbesserungsvorschläge für Gott bereithält: Handel doch mal, greif ein. So steht es nicht, Gott!
Ich meine nicht meine ständig schmerzenden und auch hässlichen Beine und Arme, nicht Sorgen um unsere Versorgung, sondern Leid.

Gestern waren Rieka, Henrik und ich bei meiner Schwester und meinem Schwager. Er ist mein Held. Sie ist meine Heldin.
Er weil er seid seiner Diagnose mehr als dicht an Gottes Dimension herangerutscht ist. Er weil Menschen prägt und erreicht, vor denen andere die Nase rümpfen. Weil er liebevoll ist- sogar jetzt, wenn die Kraft nachlässt. Alles weh tut und der Körper übt, diese wundervolle Seele loszulassen.
Ich hatte Angst vor dem Treffen, denn schon bei den letzten Fotos musste ich so sehr weinen- und mit Gott schimpfen.
Aber: ich habe gestern erlebt, woran ich glaube. In diesem Schlafzimmer findet erlebbarer Friede statt. Neben Wassereis und neben den vielen Schmerzmitteln (wie geil, dass es so was gibt!). Ich habe mit tiefer Gewissheit gewusst, dass Er Gehalterener ist, dass die Bibel nichts ausmalt, um uns zu trösten- sondern sie ist wahr! Er erlebt es. Jesus kommt ihm schon entgegen.
Meine Schwester ist ein Knaller- sonst wild und umtriebig, ist sie mild, zugewandt und liebvoll.

Das ist Gottesdimension- auch wenn die Wut bleibt.
Sie bleibt!

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