alte Wunden

Ich nehme mir viel vor...so wollte ich schon immer ein offenes Haus und einen Esstisch an dem liebevoll und engagiert diskutiert wird. Eine Ehe mit Mut zu Neuem, tiefe Leidenschaft für Nachfolge und Gebet, Familienrituale, die uns näher bringen.

In den letzten Wochen bin ich an einem alten Thema neu wund geworden. Verschiedene Menschen haben mir etwas Liebes sagen wollen und dabei alte Wunden aufgerissen.
Ich höre zum Beispiel: "Ach, dann denke ich: es sieht ja sogar schlimmer aus, als bei Steffi!...." oder "Wenn ihr so leben wollt, ist das eure Sache. Ich könnte das nicht! Aber_ es ist so schön bei euch..." "Du machst halt zu viel und doch hängst du nur rum..." "Wir wollen nichts lesen/ reden/ denken- das müssen wir immer mit dir!"

Ich versuche einzuordnen wer das sagt und warum und doch: Tief in mir drin brodelt es: ich reiche nicht. Ich bekomme es nicht hin, mein Leben zu gestalten Ich habe nicht genug Disziplin. Bin faul. Eine Chaostante. Meine Familie ist ...lahm und durchschnittlich- wegen mir. Wegen mir?. Ich vergesse zu beten und und , ach....

Es geht so weit, dass ich schlecht schlafe, meine Gaben nicht mehr spüre und den Faden zu meinen Kindern verliere. Sie sind gerade Experten für jugendgemäßes Verhalten und ...ach ich schreibe besser nix weiter dazu.

Ich bin mit meinen eigenen herumstehenden Schuhen, den Klappboxen vom Woko (August!) und vielen unerledigten Themen konfrontiert. Vielen. Wirklich vielen. Für mich zu viele. Keine Mama kommt, um mir zu helfen. Ich bin kein Kind- ich bin so schrecklich erwachsen und ringe damit.

Spüre Angst nicht genug in die Kinder zu investieren und sie sagen mir täglich, dass die Erziehung abgeschlossen ist. Puh- das ist also nun "mein" Resultat.- So viel habe ich gepennt und versäumt? Dafür bin ich 10 Jahre zuhause geblieben? Echt jetzt?
Spüre Angst, dass meine Träume vom Leben nicht nur jäh zerplatzen, sondern sich schmerzhaft ins Gegenteil verkehren. Und ja: ich weiß: das macht Pubertät aus Eltern. Und ja, auch mein Lebensalter.

Ich bin mir bewusst: ich reagiere kindlich. Ziehe mich zurück. Gebe auf. Höre nicht mehr, was Menschen an mir schätzen. Ich spüre nicht mehr, was wir können und sind als Familie. Spüre nur noch Fehlermeldungen. Unerledigtes.

Tief drin frage ich mich: warum höre ich mir diese Rückmeldungen eigentlich an?
Ich sage doch auch nicht, was mir auffällt.

Ich will mich durchkämpfen zu Gottes guten Gedanken und seinen unendlichen vielen Neuanfängen...

Kommentare

  1. Ach, ich schicke einfach ein paar "hugs" rüber - dass es bald wieder runder laufen möge!

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