"Ich will n Keks!"

...die Lippe des Mädchens schiebt sich nach vorne. Eine kleine Stirn runzelt sich in viele Falten. Das Gesicht wird in die Seite der Mutter gedrückt, die sich nach einem anregenden Gottesdienst unterhalten möchte.

Wer mich kennt weiß, ich liebe diese Beobachtungen, da sie mir so viel über Familien, Entscheidungen und Erziehungsstile erzählen.


Was kann Mutter tun?
... ignorieren... Kind lernt, dass es nicht gehört wird...und jammert mehr
...handeln... das Kind braucht Kekse und mit dem jammernden Kind losziehen, um den Erwachsenen am Cafe tresen zu erklären, dass dieses Kind so unglücklich ist. Kind lernt: ich jammere und habe Erfolg. Ich brauche meine Mutter, um meine Interessen zu vertreten
...anschnauzen..."lass mich damit in Ruhe". Kind lernt:meine Äußerungen sind nicht wichtig
...zuhören...Kind lernt: meine Mutter hört mich und versteht mich.
...vollstopfen...(Mutter lässt Kind im Rucksack nach Keksen und Bonbons suchen oder gibt dem Kind eine Brotdose mit Reiswaffeln). Kind lernt- ich muss auf ein Bedürfnis Sofort eine Lösung finden, Sehnsucht stillen.
...zuhören und erklären....Kind lernt, meine Mutter hört mich und ich schaffe es, unangenehme Gefühle auszuhalten.

Das Jammern und Maulen von Kindern kann Familien viel Freude kosten. Viel Mut und viele Möglichkeiten liebevoll zu sein. Atmosphäre vergiften.

Ich persönlich bin Freundin von: "is so!"- ich hör mir den Kummer an, aber ich möchte nicht agieren, um Kekse, Pommes oder Spielzeug herbeizuschaffen.
Ich schaffe das nur selten und tappe in Fallen, wenn mein Kind jammert. Will es ruhig haben oder rede ihm ein müde zu sein....Und dabei übt es Frustrationstoleranz. Mit mir- an mir. Auch an meinem klaren: " Stop!"

Warum haben wir Angst " nein" zu sagen, oder das Heulen auszuhalten, weil der Stockbrotteig leer ist? Warum rufen wir dann " das ist ungerecht- es muss mehr Kekse und Stockbrot geben!"- damit das Kind nicht trauern muss? Nicht weint? Ruhig ist?

Das leben ist ein Übungsfeld für das Teilen
zu Kurzkommen
einen Vorteil genießen
warten
und mich zurücknehmen

Gut, wenn Kinder das üben.
und ich erst

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