Adventskalender mal ganz anders

ich lese gerne Blogs


und schon wieder passiert es dabei:
manchmal nehmen mir die kreativen und wundervollen Menschen die Luft zum Atmen...bedrückt nehme ich wahr, wie meine Küche aussieht, meine Fähigkeiten begrenzt sind und mir der Raum innerlich und äußerlich für "eben was Kleines basteln" fehlt. ich spüre eine wachsende Verzweiflung eben nicht hip genug, einfach genug und Jesus liebend genug zu sein... nicht genug liebevolle Worte für 24 Botschaften an meinen Mann zu finden, keine Ideen für 24 zeitstunden für drei Teenager, Nix

Watte in meinem Kopf
ich könnte noch mal "Rica" vorlesen (https://www.amazon.de/Rica-nach-Bethlehem-Folien-Adventskalender-Fensterbildes/dp/3780608936/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1479717650&sr=8-1&keywords=rica) und habe das bei den Familienmomenten mit den Kindern von 2-6 Jahren in super schöner Erinnerung. Diese Kalender gibt es übrigens in sehr vielen Ausführungen und hat uns insgesamt 6 Jahre den Advent verschönert. Leider gibt es sie nicht für Teens:(

ich bin also raus

raus, weil ich nicht nähen, basteln und kurz mal 72 kleine Boxen kaufen kann.
Nicht malen, zeichnen, backen
Raus
aus dem: ich zeig euch mal eben meinen Adventskalender
ich fühl mich auch raus
irgendwie wie eine Mutter 2. Klasse
Frau 2.Klasse
habe keine Kraft toll zu sein.

zu viel Drama?


und dabei

geht es doch gar nicht um eine Anforderung, sondern im Advent freue ich mich über den nahenden Gott.

Ich werde mich damit begnügen (müssen), einen Minimoment am Tag inne zuhalten.
Und werde tapfer keine kreativen Kraftakte starten.
ich bin raus
ich kann schreiben, aber nicht so Fan-reich, wie andere Blogger- aber ich werden unsere Familien-Adventtagebuchnotizen wieder starten

Und
ich will mein aufgewühltes Herz öffnen
nicht für Vergleiche, die mich rausschubsen und bedrücken.
Will mein Herz öffnen und

lade den ein nah zu kommen, der mich hält
mir gut tut
der mich findet, wo ich mich zwischen Diy Ideen verzettle.



Ich habe übrigens am Wochenende ins 30 Teen und Kids ermöglicht kreativ zu sein. Das kann ich....ich freue mich über die Zunge, die beim konzentrierten Malen aus dem Mund schaut und die Kinder mehr und mehr versunken sind, beim Farbe auswählen oder Stoff aussuchen, Nägel einschlagen...
So liebe ich Kirchengemeinde, Gemeinschaft. Ein Raum zum Sich entdecken und ausprobieren, Neues über sich denken Jesus immer dabei.
Darüber freue ich mich: Kinder, die sich gespürt haben.
Nun werde ich üben zu spüren, was mir gut tut...


Und wer nun unsere Kinder bedauert: bei uns werden pro Tag eine Tüte aus Packpapier gefüllt und an eine alte Leiter gehängt.




Kommentare

  1. Bei uns gibt es gar keine kreativen Adventskalender. Wir haben sieben Kinder und ich finde das irgendwie schwierig. Für jedes Kind einen eigenen geht dann gar nicht, aber teilen finde ich auch nicht so schön. Gerade die Kleinen verstehen das noch nicht. So gibt es wie jedes Jahr den Schokoladenadventskalender und vor dem Abendbrot lesen wir eine Geschichte aus einem Geschichtenadventskalender. Gerade habe ich einen neuen bei Vivat bestellt. Da müssen die Teens dann durch, was aber ja nur funktioniert, weil sie kleine Geschwister haben und deren Vorfreude ansteckend ist.
    Für uns bestelle ich wie jedes Jahr den Andere Zeiten Adventskalender. Ich liebe die Texte darin. Kennst du den? Vielleicht auch etwas für euch.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Herrlich, das macht doch echt nichts, wenn du dich nicht so kreativ fühlst! Es ist schön, wenn man sich unterschiedlich bereichern kann :) Und deine Kinder freuen sich sicher sehr über die Adventsleiter (ich würde mich mega drüber freuen, hach :D). Diese Adventsbücher habe ich geliebt!
    Liebe Grüße, Anne

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  3. Ich hatte früher einen Adventskalender nur mit Bildchen. Das hat mir völlig gereicht. Dieses Adventskalender-Weitpinkeln macht mich schon ganz kirre! Ich hab einen befüllbaren Kalender und da stopf ich jedes Jahr am 30 November hektisch Smarties- und Gummibärchenpackungen rein. Fertig! Mach dich deswegen nicht verrückt - du bist eine wunderbare, begabte Frau, die genauso wenig ALLES auf die Reihe kriegt, wie der Rest von uns :)

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  4. Ich glaub, dann bin ich eine Mutter dritter Klasse... Bei mir gibt es noch nicht mal Papiertütchen, sondern ich lege nachts immer was vor die Kinderzimmertüren. Ich glaub, ich würd es niemals schaffen, 4 Adventskalender bis Ende November fertig befüllt zu haben. irgendwie fang ich immer zu spät an mir darüber Gedanken zu machen. Ein paar "Füllmaterialien" hab ich heute gekauft, für die nächste Woche ist schon mal vorgesorgt. :-) Und mein Mann? Der Arme bekommt gar keinen, vielleicht erst dann wieder, wenn die Kinder aus dem Haus sind und ich Langeweile hab... Also, vergleich dich nicht mit den anderen tollen Blogschreiberinnen, die so toll gebastelte Adventskalender haben, vergleich dich lieber mit mir, das zieht dich vielleicht nicht so runter. ;-)

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  5. Ich hab mich bis jetzt aus der Welt der Hochleistungsbastlerinnen ferngehalten und ich frage mich ernsthaft, warum das überhaupt ein Thema sein kann, dass allerorten Druck aufbaut (ging ja gerade durch die Mamablogs, nöch?). Wer basteln kann und mag, soll basteln. Wer nicht, der nicht. Bitte lasst uns doch keine Wettkämpfe austragen, wer fähiger ist, Buntpapier auf 24 Streichholzschachteln zu kleben und dann ein Schokodrops reinzuwerfen. Jede hat doch ihr eigenes Charisma.

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  6. Jetzt muss ich aber doch mal eine Lanze für die Adventskalender-Bastel-Mamas brechen (zu denen ich nicht wirklich gehöre...). Warum baut es eigentlich Druck auf, wenn irgendwelche Frauen irgendwelche Adventskalender für ihre Kinder basteln? Ich würde den Bastelmüttern unterstellen, dass sie einfach Zeit und Lust (und vielleicht Talent?) haben, für ihre Kinder etwas Schönes zu machen. Punkt. Sie tun das NICHT, um auf andere Druck auszuüben oder ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen. Meiner Meinung nach hat das überhaupt nichts mit irgendjemandem zu tun als nur mit dieser Mutter und ihren Kindern. Warum beziehen wir alles auf uns? Warum können wir anderen nicht gönnen, dass sie die Zeit, Lust und Fähigkeit haben, ihren Kindern eine Freude zu bereiten? Warum fühlen wir uns gleich schlecht? Lassen wir uns doch von den anderen inspirieren! Lassen wir doch denen, die gern basteln, ihren Spaß - wir müssen keine Angst haben, dass unsere Kinder zu kurz kommen. Jede Familie hat ihren eigenen Stil, ihren eigenen Fokus, ihre eigene Adventskalender-Praxis, und das ist doch wunderbar!
    Ich finde, es ist egal, welche Art von Adventskalender ein Kind bekommt, ob selbstgemacht oder gekauft, ob mit Süßkram gefüllt oder mit anderen Dingen.
    Was mich an der ganzen Sache eher nervt, ist die Masse: Unsere Kinder bekamen letztes Jahr fünf Adventskalender geschenkt! Wohlbemerkt, da waren sie beide noch unter drei... und niemand hatte dieses Geschenk mit uns abgesprochen, wir wurden einfach überrannt. Dabei würde ein Adventskalender ja wohl auch reichen...
    Just for thought...

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