Trump und ich


Ich bin erschrocken, weil ich Christ bin und die Wahl in den USA mich nicht kalt lässt. Wie diese alten Steine voller Geschichte der Ruine, lasst sich die Welt mit ihren Sorgen und Meinungen für mich gerade an. Ein Trümerfeld.
Was mich beschäftigt ist ein Spannungsfeld, dass ich kaum in Blog fähige Worte formen kann.
Ich liebe meine Beziehung zu Jesus, lese in der Bibel und erfahre den Heiligen Geist. Und doch möchte ich nicht jedem glauben, der christlich verpackte Eckpunkte raushaut. Nur weil eine öffentliche Person von Glauben dun Gott spricht, heisst es für mich nicht, dass sein Handeln Jesus-zentriert ist.

Ich bin Fan von Familie als Gottes Grundidee, ja auch vom Schutz des ungeborenen Lebens, von Umweltschutz und von Feindesliebe- ich schaffe es nicht, alles zu leben, aber ich steh dazu. Gerade deswegen erschreckt mich radikal ablehnendes Verhalten. Auch ihn mir. Ich habe wirklich sehr, sehr unschöne Dinge über Trump gestern und in den letzten Wochen gedacht. Ihn als "orange", " hässlich" "dumm" beschimpft und null Jesus zentriert agiert. Ist ja auch irgendwie chic, sich zu überheben... auch über Frau Merkel und Herrn Gabriel...
Ich lese von Christen, die auf die konservativen Fundamentalisten schimpfen. Ich bin irgendwie so jemand vermutlich. Wären unsere Bibelparteien nicht so eng, beleidigend und erfolglos, hätte ich Spaß daran. Weil ich glaube, dass Gottes Grundideen voll zukunftsfähig sind. Geschockt?
Ich rolle heimlich mit den Augen, wenn ich lese LIEBE, LIEBE und alle Religionen sind gleich. Weil ich für mich erlebe, dass ich es nicht mal schaffe Herrn Trump Respekt zu geben. So viel zum Thema Liebe....Ich fühle mich zerlegt und sehne mich nach Einheit. Nach einem festen Gedanken Gebäude, das Schutz bietet. Selbst das ist unter den paar Christen nicht denkbar...


Und dann lese ich bei Twitter einen Text über Hoffnung. Ja... das will ich. Weiter segnen. Weiter an mir arbeiten. Mutig sein. Mich nicht einreihen.
Da wird Kraft Jesu deutlich. Nicht nur LIEBe, sondern FEINDESLIEBE. das ist radikal.
ich will hoffen, das selbst in Ruinen Neues entsteht.
in mir
und in den USA



Kommentare

  1. Danke Steffi, sehr ehrliche Gedanken. An vielen Stellen bin ich erschrocken, weil ich mich darin erkannt habe. Mein what's app und Facebook Profilfotos habe ich geändert in: Gott hält dich in seiner Hand - auch wenn die Welt (gerade) Kopfsteht. Ein kleiner Versuch meine Sprachlosigkeit auszudrücken. Ungewohnt, mit dem Sprachlos - passiert mir nicht so oft. Auch ne Erfahrung ��

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