Redebedürfnis

um mich herum tobt ein wildes Leben und ich krieg den Mund nicht mehr zu. Ne eigentlich nicht mehr auf...Ich bin stumm vor Ratlosigkeit.

Menschen, die so aufgewühlt sind und sich nicht verstanden fühlen, aber beharrlich schweigen, Termine absagen.
Menschen, die ihr letztes Wort gesprochen haben und beschliessen zu gehen. ganz zu gehen...Final.
Menschen, die- wie ich- sprechen müssen und kein Ohr finden.

Ist das Januar? Das Gefühl durchstarten zu wollen in Neues und auch zu müssen und doch nicht mehr Kraft zum Anfangen und Begegnen zu finden. Meine Freundin meinte: "Ob wir zu alt für Beziehungen werden?" ZU viel Last , die uns stumm macht?

Mein letztes Woko (Woche des Lebens mit Jugendlichen)wartet auf mich, Wieder ein Neuanfang: neue Dinge suchen, wo ich hinpasse. In einer Zeit, wo scheinbar alle Plätze belegt sind und meine Worte alle gesagt?

Mein Tag ist zäh- um mich herum lernt es fürs Abi, fürs Leben im Praktikum, fürs Beherrschen der Hormone. Ich koche und backe glutenfrei in der Hoffnung Henrik zu unterstützen, der immernoch nichts fühlt und doch viel zu viel fühlt.
Gute Sitzungen und auch neue Abgründe, ein fröhlicher Umzug von Menschen, die mir Ohr und Ermutigungwort sind.

Ich vermisse Menschen, die Begeisterung und gute Worte herausschleudern, wie andere Miesepeter ihre Bazillen der Hoffnungslosigkeit. Ich will den Mund wieder auf bekommen. Gutes sagen. Mut machen. Glauben begleiten. Wege mitgehen.


Kommentare

  1. Für mich war dein Post tröstend. Auch wenn dir das nicht wirklich hilft, aber ich finde mich zu 100% wieder und will nur sagen: du bist (leider) nicht alleine damit! Danke für das Offenlegen deiner Gedanken! Ich finde derzeit nicht mal mehr die richtigen Worte für mein Tagebuch, dabei habe ich so viele Gedanken, Wünsche, Träume...
    Dir aber nun erst mal ein gutes Woko und dass du dort schnell deinen Platz findest und dich wohl fühlst.
    Alles Liebe, Maike

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