Augen auf!

beim Thema Nachmacher von vor einigen Tagen ist mir noch etwas aufgefallen...

Ich möchte mein Kind im Blick haben. Ganz praktisch.

Wie läuft mein Kind? Schon die ersten Schritte und ersten Wochen sehe ich genau hin, wie die Füße aufgesetzt werden.
Ich sehe hin, wie mein Kind sitzt und rennt.
Das Sitzen ist Zb ab dem Vorschulalter auf dem Boden nur noch im Schneidersitz gesund

Wenn Kinder spielen, sitzen sie häufig auf dem Boden. Viele nehmen dabei eine Haltung ein, bei der ihre Beine ein W bilden. Mediziner nennen sie deshalb die W-Position - und raten Eltern dringend, ihre Kinder daran zu hindern, so zu sitzen.
Denn, so warnen Experten, die Sitzhaltung kann zu massiven körperlichen Schäden führen. Wer will:
 
Ich sehe hin, wenn mein Kind unrund aussieht, wenn es rennt.
Ich sehe so viele Kinder, die mit den Fußspitzen nach innen gehen und den Fuß nicht ausreichend hebt. Sieht das denn keiner außer mir?
 
Auch bei anderen Themen braucht mein Kind einen Blick:
ich sehe hin und nehme wahr, ob die Augen parallel sehen (gut auf Fotos zu überprüfen!),
ich sehe hin, ob die Zunge aus dem Mund hängt, der Mund beim Atmen offen steht...
 
Und wäre das schlimm, wenn ich an meinem Kind etwas SEHE?
nein- kein bisschen.
 
Ich finde, es ist meine elterliche Pflicht das Aufwachsen auch mit dieser Fürsorge zu begleiten:
wer gerade steht,
die Füße richtig setzt...
 
hat später weniger Haltungsschäden und Schmerzen. Wer gerade steht und sitzt wird außerdem als präsenter und selbstbewusst wahrgenommen.
Wer seine Zunge an den richtigen Platz im Mund trainiert, spricht klarer und hilft den Zähnen ihren Platz zu finden.
 
 
Unsere Kinder wurden ab dem 4 Lebensjahr bei Augenarzt, Orthopäden und HNO zur Vorsorge vorgestellt. Manchmal durfte unterstützt und gehandelt werden, manches hat sich " Verwachsen".
Manches ist als Thema groß geworden und hat Kraft gekostet.
 
 
 
 
Okay
wenn du für dich entscheidest, dass es nicht so wichtig ist, dann kann ich das konsequente Nicht- Hinsehen gut verstehen.
 
Aber- bei allen anderen
Augen auf!
 
 

Kommentare

  1. Ich tue mich sehr, sehr schwer damit, wenn Eltern nicht hinsehen. Das kostet mich unglaublich Kraft. Ich sehe hin. Ich übersehe sicher auch immer wieder etwas, aber ich schaue mit meinen Augen, mit den meines Mannes, mit denen der Ärzte, mit denen von Freunden. Es ist so wichtig, das wir hinsehen und den Mut haben, das Gesehene anzuschauen und etwas daraus zu machen.

    Es muss ja gar nicht immer übersorgend sein. Man kann auch hinsehen und nicht alle Register ziehen. Aber wegschauen, das finde ich sträflich und man sieht es so oft. Unzählige Male ist mir das schon über den Weg gelaufen. Ach das kommt schon noch, andere haben das doch auch und so weiter sind dann die Ausreden. Und dann plötzlich, steht die Schule vor der Tür und man muss sich den Fragen stellen, denen man früher ausgewichen ist und man hat viel, viel Zeit verschenkt, indem man einfach nicht hinsehen wollte.

    Aber wem steht es zu, darüber zu urteilen? Mir nicht. Da muss ich die Verantwortung abgeben und sagen: ich kann nicht helfen , aber DU kannst es vielleicht.

    Liebe Grüße
    Andrea

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