tata:der erste Kommentar zu unseren Kindern als Rückmeldung zum Buch..

... es war ja meine Befürchtung und ZACK


ich habe mir die ersten Kommentare zum Buch schon eingefangen...

- das Buch muss ich ja nicht kaufen, ich seh dich ja so oft und frage dich, falls ich was wissen will ( mein Pädagogen Herz wollte fast schnippisch antworten: Fang blos an...Du müsstest einiges wissen wollen!"- ja nicht nett- ich weiß)

- "15Euro? Echt jetzt? da lass ich mich lieber massieren für das Geld"

- wie kommst du denn auf so ein Thema... das will doch eh keiner lesen.( Jaaaa-leider. Würden Eltern mehr fragen, reden und lesen und ihren Weg aus all den Eindrücken suchen, wäre vieles leichter)

- und: "Naja...Eure Kinder tanzen euch ja ganz schön auf der Nase rum. Wenn ich mir das überlege, dann kann ja nicht viel hilfreiches in dem Buch dabei sein."  Henrik hatte Geduld nachzufragen. Es ging um Teen-Gemotze über mein Mittagessen-Vorschlag am Sonntag in der Kirchen-Cafe Arena. Stimmt- verletzt hat mich der Ton- wir haben einen sehr rauen. Und doch versuche ich nach dem Motto zu leben: besser die Jugendlichen reden so mit mir, als gar nicht.

Ich habe dann müde berichtet, dass ich die Grundlagen wichtig finde:

dass ein Kind lernt den Anderen zu sehen und seine Waffel zu teilen,
dass ein Kind sich entspannen und anstrengen kann
dass es schön ist, sich Gutes zu sagen, weil der Ton eh in der Pubertät rauer wird.
dass ein Kind lernt in eine Gruppe zu gehen, auch wenn ich keine Lust dazu habe.
dass ein Kind für eine blöde Sache angemeckert wird und nicht sauer auf den sein kann, der meckert- sondern mich entschuldige und dann Entlastung erleben darf.
dass ein Kind mit allen am Tisch sitze beim Essen und irgendwann verstanden habe: sitzen, beten, Essen aufgeben (den Anderen sehen), Essen, sprechen, danken für das essen, abräumen (Unsere drei Teens vergreifen sich bei Vertrauten im Ton, sind aber bei Einladungen höflich und essen, danken und räumen den Teller ab... gesellschaftsfähig also)

Nach langem Erklären dann ein Kopfschütteln unseres Gegenübers: nein- Respekt vor den Eltern ist das Wichtigste. Ja- in diesem Sinn haben wir vermutlich gerade zur Zeit versagt. Mein Traumbild von Familie flüstert mir auch, dass es cooler wäre, wenn unsere 18 Jährige liebevoll antwortet, anstatt: "Krieg dich ein, Mama!" und ja. ich geh verlässlich hoch. Immer. Für mich ist es ein entscheidender Punkt:gesellschaftsfähig zu sein wird heute bei all de Kreisen um das Ich unterschätzt. Übersehen. Tod -Diskutiert.

"Meine Tochter mag aber nicht in den Kindergottesdienst- es ist zu langweilig."
"Meine Tochter hat immer Hunger, wenn wir mit der Mahlzeit fertig sind!"
"Meine Tochter mault den ganzen Tag, bis sie ihren Willen bekommt!"

Freunde von uns zeigen gerade klare Reaktionsmuster für ihr Kind bei einem stetig wiederkehrenden " Es geht hier nur um mich!" Handeln. Das Kind wird nun immer schneller in dem Prozess sich zu Orientieren. Die Eltern bieten sich an, als Begleiter und helfen trotzdem gesellschaftsfähig zu werden. Das Kind wird gesehen, angesprochen und auch umarmt (wenn es will). Aber es wird nicht bis zur Unfähigkeit "attacht".
Eltern bleiben Nah und zeigen Richtungen auf.
Das, was ich in den ersten Jahren an Grundlinien lege, hilft den Teens sich zu orientieren.

Ich freue mich auf den Respekt, den ich irgendwann von den Teens bekomme und freue mich schon jetzt einige Grundlinien zu erkennen-ich finde - bei allen Fehlern und Macken.- wir sind gelungen.

für alle, die noch die Stirn runzeln, ein Nachtrag


Wenn mein Kind nicht lernt, den Anderen zu sehen und seine Waffel zu teilen, wird es ein unangenehmer Erwachsener, der sich zuerst nimmt...
Wenn mein Kind sich entspannen und anstrengen kann, wird es eher ein Erwachsener, der seine beruflichen Themen bewältigt.
Wenn mein Kind Gutes hört und sagt, wird es ein Erwachsener, der eher Zugang zu seinen inneren Gefühlen hat..
Wenn mein Kind lernt in eine Gruppe zu gehen, auch wenn es keine Lust dazu hat, hat es die Chance zu erleben, wie es durch Gruppe Dinge lernt, die es nie allein über sich lernen wird. Es wird im Erwachsenen Alter dazu helfen, sich in vers Menschen hineinzudenken und eine super Grundlage für Team Fähigkeit werden..
Wenn mein Kind für eine blöde Sache angemeckert wird und nicht sauer auf den sein kann, der meckert- sondern sich entschuldigt und dann Entlastung erleben darf, wird es zu einem Erwachsenen, der nicht Schuld beim Gärtner, Lehrer, Arzt oder Chef sucht.
Wenn mein Kind mit allen am Tisch sitzt  beim Essen, kann es als Erwachsener Räume zum Gespräch am Essenstisch eher pflegen und ausbauen.



So- für mich heißt es_ meine Worte müssen sanfter werden, damit meine Teens sanfter reagieren. So ein Mist:)







Kommentare

  1. Ach, liebe Steffi!
    Aber zuallererst: Herzlichen Glückwunsch zu deinem Buch! Ich bewundere jede, die es schafft, ihre Gedanken und Ideen und Erfahrungen niederzuschreiben und bis zur Veröffentlichung zu bringen. Und ich bin mir sicher, dass dein Buch eines ist, das vielen Eltern gute Anregungen und Gedanken geben wird! (Sicherlich auch mir, denn ich habe mir fest vorgenommen, es mir anzuschaffen :)) Also, ich ziehe den Hut vor dir - auch vor deinem Dasein als Pastorenfrau und Mama von drei Teenagern! Du bist eine tolle Frau, die unheimlich viel zu geben hat.
    Und jetzt zu "den anderen"... ich bin immer wieder entsetzt, wie wir Menschen miteinander umgehen, was einem anderen Menschen ins Gesicht geknallt wird, wie vielen es an Freundlichkeit, Empathie und Wertschätzung mangelt (leider auch im "christlichen" Bereich). Es tut mir echt weh, das zu lesen.
    Ich weiß auch nicht, wie man auf den Gedanken kommt, dass jemand, der einen Ratgeber schreibt, in diesem Thema "perfekt" sein muss. Denn erstens, wer oder was ist schon perfekt und zweitens, kann man doch von anderen Menschen immer etwas lernen, auch wenn diese Fehler machen (und die machen wir nun mal alle!). Da muss ich doch sehr meinen Kopf schütteln.
    Es ist leicht gesagt - "mach dir nichts draus" - aber letztlich geht es wohl darum, alles zu prüfen und nur das Gute zu behalten. Ich habe auch schon Kommentare zu meinem Blog oder zu Artikeln bekommen, die mich verletzt haben - wo ich aber am Ende entschieden habe, dass diese Kommentare komplett sinnlos und destruktiv waren. Ich konnte nichts daraus lernen oder mitnehmen, also habe ich sie losgelassen.
    Manche Leute reden einfach sehr viel Blödsinn... und ich bestimmt auch ziemlich oft.
    Ich hoffe, wir sehen uns im März! Das würde mich freuen :)

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  2. Liebe Steffi, ich gratuliere dir zu deinem neuen Buch und als ich davon las habe ich es mir tatsächlich sofort bestellt. Einfach weil ich mir sicher bin, dass es kein "heitidei- betüddel" Buch ist und ich schon durch deinen Blog merke, dass du was zu sagen hast. Wertvolles und Anregendes. Nicht nach dem Mund geredet... Ich bin gespannt. Morgen kommt das Buch an.
    Schade, dass manche Menschen erst reden und dann denken...

    Hut ab, dass du ein Buch neben all den Aktivitäten, deiner Familie, Gemeinde usw.schreiben konntest!!!
    Viele Grüße, Maike

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  3. Liebe Steffi, Hut ab, toll ein richtiges Buch geschrieben. ������������ Ich habe es mir als Oma gekauft und viel Spaß am lesen. Und wenn ich durch bin schenke ich es einer jungen Mama. Ich hoffe sehr, dass du auch positive Rückmeldungen bekommen hast - ehrlich gesagt bin ich total geschickt von dem was du hier beschreibst. �� Schwierig, wenn Leute immer nur kritisieren. Ich finde es toll und hoffe, das ich einige am Büchertisch verkaufen kann �� Ich drück dich - liebe Grüße Claudia

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  4. Liebe Steffi,
    danke für dein zweites Buch, und ich bin mir sicher, dass du den Familien Gutes, Herrausforderndes, Nachdenkenswertes, Hinterfragendes und Wertschätzendes mit auf den spannenden Familienweg gibst. Andere zu sehen und sich zu entdecken und Gottes Idee für sein Leben zu erleben wünsche ich allen Kindern und hoffe dass viele Eltern, auch gerade durch dein Buch, dazu ermutigt werden ihre Kinder darin zu begleiten und zu unterstützen. Gott segnne dich und dein Buch.
    herzliche Grüße Maja
    (P.S. ich danke dir für deine Worte, du bist eine tolle Königstochter, ich freue mich sehr dich zu kennen)

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